Das Imperium der Wölfe

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Land: Frankreich
Jahr: 2005
Genre: Thriller
Regie: Chris Nahon
Drehbuch: Jean-Christoph Grangé

Cast

Jocelyn Quivrin …. Paul Nerteaux
Arly Jover …. Anna Hymes
Jean Reno …. Jean-Louis Schiffer
Laura Morante …. Mathilde Wilcrau
Phillipe Bas …. Laurent Hymes

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Inhalt

Zunächst verfolgt der Film zwei Handlungsstränge.
Da wäre zum einen, eine Serie von grauenhaften Morden an jungen Frauen, die der junge Bezirkspolizist Paul Nerteaux aufklären will, obwohl die Mordkommission den Fall schon nach dem ersten Opfer ad acta gelegt hat. Wirklich weiter kommt er bei seinen Ermittlungen aber nicht und da es sich bei den ermordeten Frauen anscheind um illegal eingewanderte, türkische Frauen handelt, fehlen ihm die Identitäten der Opfer.
Nach langem Zögern nimmt er den Rat seines Vorgesetzten an und bittet, den im vorzeitigen Ruhestand befindlichen, Ex-Flic Jean-Louis Schiffer widerwillig um Hilfe. Dieser wird von allen Kollgen nur „Der Schmierige“ genannt und gilt bei ihnen als Flic mit höchst zweifelhafter Vergangenheit. Allerdings ist er in seiner aktiven Zeit der König des türkischen Viertels von Paris gewesen und wird von den Türken dort nur respektvoll als „Eiserne Faust“ bezeichnet.
Der zweite Handlungsstrang dreht sich um die Frau eines hochrangigen Polizisten, die anscheinend dabei ist, den Verstand zu verlieren. Gepeinigt von immer weiter fortschreitender Amnesie und schrecklichen Visionen begibt sie sich in die Hände eines Spezialisten zu dessen Methoden sie aber kein Vertrauen hat, sondern nur auf Drängen ihres Mannes, den Terminen zustimmt. Das bemerkenswerte an ihrem Gedächtnisverlust ist, dass sie anscheinend alles zu vergessen scheint, was mit ihrem Mann zu tun hat.
Auf eigene Faust sucht sie sich eine Psychaterin und kommt langsam zu einer schrecklichen Entdeckung.
Wenn diese beiden Handlungsstränge aufeinandertreffen, wandelt sich dieser Film-Noir zu einem Intrigenthriller immensen Ausmasses, in dem sogar die französische Terrorabwehr, die türkische Mafia und die tükisch-rechtsnationale Vereinigung der „Grauen Wölfe“ dunkle Rollen zu spielen scheinen…

Meinung

Vom Gesamteindruck her hat mich die Mischung aus Film Noir und Politthriller absolut überzeugt. Die Grausamkeit der Morde lassen die Taten eines „Schweigen-der-Lämmer-Killers“ oder eines Hannibal Lectors harmlos erscheinen.
Speziell bis zur Vereinigung der beiden Teilhandlungen war ich fasziniert von diesem Streifen. Ab diesem Punkt hatte ich den Eindruck der Film drohe zu verflachen und man würde jetzt halt nur auf´s Ende warten, doch zum Glück haben Nahon und Grangé noch ein paar Überraschungen in ihrer Trickkiste. Zum Ende hin wird der Film zu einem wahren Stakkato und die Ereignisse überschlagen sich. Für den ein oder anderen vielleicht etwas zu überhastet und Kritiker würden da evntuell auch ein paar Logikfehler anmerken.
Wettgemacht werden diese Kritikpunkte aber wieder, durch die schauspielerischen Leistungen von Newcomer Jocelyn Quivrin, der hervorragenden Arly Jover und eines Jean Reno, der diesmal nicht den „harten Typen mit dem weichen Kern“ spielt, sondern eher ein harter Typ mit hartem Kern ist. Da fehlen einem Zeugen schon mal gern ein Auge oder ein paar Finger, wenn Reno mit seiner Befragung fertig ist.
Bleibt abschliessend zu sagen, wem „Die purpurnen Flüsse“ und „Der Pakt der Wölfe“ gefallen hat, der wird auch an diesem Film aus Frankreich seine helle Freude haben.

Sonstiges

Chris Nahon gilt in Frankreich als Kronprinz von Luc Besson und gab mit dem Film „Kiss of the dragon“ mit Jet Li und Bridget Fonda im Jahre 2001 sein Regiedebut.
Jean-Christoph Grangé hat schon die Romanvorlage zu „Die purpurnen Flüsse“ geschrieben.

8/10

-Lain-

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